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Romain Grosjean: Verpatzter Boxenstopp hat einen Punkt gekostet

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Romain Grosjean: Verpatzter Boxenstopp hat einen Punkt gekostet
Autor:
Co-Autor: Stuart Codling

Haas-Pilot Romain Grosjean kämpfte im Formel-1-Rennen von Silverstone rundenlang im Mittelfeld mit, doch ein langsamer Boxenstopp zerstörte seine Top-10-Hoffnung

Weil Romain Grosjean beim Grand Prix von Großbritannien anders als die Mehrheit des Feldes nicht in Runde zwölf oder 13 an die Box ging, um sich neue Reifen zu holen, befand sich der Haas-Pilot danach plötzlich im Mittelfeld. Hinter Charles Leclerc im Ferrari kämpfte er mit Renault und McLaren um die Positionen fünf bis sieben - allerdings nicht immer ganz sauber.

"Ja, ich war mit dem Tempo zufrieden", bestätigt Grosjean, verrät aber auch: "Hinter dem Safety-Car war ich sehr besorgt. Wir hatten ein großes Bremsproblem, die Temperatur war nicht unter Kontrolle, deshalb konnte ich die Bremse nicht zum Aufwärmen der Reifen benutzen, und deshalb waren die Reifen sehr kalt."

Als es nach dem Safety-Car wieder in den normalen Renntrimm ging, war Grosjean daher etwas nervös. "Aber eigentlich habe ich Leclerc in der ersten Runde nach dem Safety-Car fast überholt. Der Grip war gut", blickt der Haas-Pilot zurück.

Grosjean: "Haben das Beste gezeigt"

Gleich mit mehreren Konkurrenten lieferte er sich enge Zweikämpfe. "Ich war überrascht, mit den Jungs mitzuhalten", gibt Grosjean zu. "Natürlich leiden wir auf der Geraden, sodass es schwer ist, sie hinter uns zu halten, aber immer wenn wir in den Rhythmus kommen und ich mich im DRS-Fenster halten kann, dann hatte ich das Tempo, um mit den Jungs mitzuhalten. Das Auto hat sich sehr gut verhalten."

Lando Norris, Romain Grosjean

Grosjean im Infight mit Lando Norris: Der Haas konnte lange gut mithalten

Foto: Motorsport Images

Trotz der Duelle gelang es ihm, den Reifenverschleiß im ersten Stint über 36 Runden "bis an die Grenze des Möglichen" zu treiben. "Ich glaube, wir haben wirklich das Beste gezeigt, was wir konnten." Das böse Erwachen kam dann allerdings an der Box.

"Es gab ein Problem beim Boxenstopp, wo ich den ersten Gang nicht einlegen konnte. Ich glaube, wir haben dort sieben Sekunden verloren", rekapituliert Grosjean den verkorksten Stopp. "Man muss sich das einfach ansehen, um zu verstehen, was passiert ist, denn ja, es ist ein bisschen schade. Die Berechnung sah so aus, als würden wir Sebastian (Vettel; Anm. d. R.) um Platz zehn herausfordern können."

Boxenstopp verhagelt Punktehoffnung

Wäre ohne den langsamen Boxenstopp also ein Punkt drin gewesen? "Ja, richtig", sagt Grosjean. "Wir wollten Sebastian vielleicht gegen Ende des Rennens einholen und versuchen, es mit ihm aufzunehmen." Am Ende reichte es dann aber nur für Platz 16.

Der erhoffte Punkt blieb dem Haas-Piloten verwehrt. Sein Team ging nach dem frühen Ausfall von Kevin Magnussen in Silverstone somit komplett leer aus. Dennoch äußert sich Grosjean zufrieden: "Wir haben unser Bestes gegeben. Ich denke, die Strategie war die richtige Entscheidung. Wir müssen die Dinge anders angehen, sonst bleiben wir einfach im Hintergrund. Insofern war es gute Arbeit."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Silverstone 1
Subevent Nach dem Rennen
Fahrer Romain Grosjean
Teams Haas F1 Team
Urheber Juliane Ziegengeist