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Yamaha: Warum es Rossi und Quartararo nicht in die Top 10 schafften

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Yamaha: Warum es Rossi und Quartararo nicht in die Top 10 schafften
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan

Nur zwei Yamahas schafften es am MotoGP-Freitag in Spielberg unter die besten Zehn - Rossi und Quartararo abgeschlagen - Vor allem der Franzose hadert

Für Yamaha bleibt der Red Bull Ring auch am zweiten Spielberg-Wochenende ein schwieriges Pflaster. In der Kombination beider MotoGP-Trainings am Freitag schaffte es keiner der vier Fahrer in die Top 5. Tatsächlich waren am Ende des Tages nur zwei von ihnen unter den schnellsten Zehn zu finden.

Maverick Vinales klassierte sich als Achter, gefolgt von Franco Morbidelli. Beiden fehlte etwa eine halbe Sekunde auf die Tagesbestzeit von KTM-Pilot Pol Espargaro. Valentino Rossi und Fabio Quartararo beendeten den Freitag auf den Plätzen 13 und 14. Sie lagen mehr als sieben Zehntelsekunden zurück.

"Ich bin nicht in den Top 10, weil wir versucht haben, Reifen zu sparen", erklärt Rossi. "Wir starteten eine Zeitattacke am Nachmittag, aber es war sehr heiß. Und mit mehr als 50 Grad auf dem Asphalt war es für uns schwer, uns zu verbessern. Ich denke, das dritte Freie Training wird morgen wie immer entscheidend sein."

Rossi: Zeitattacke am Nachmittag kam zu spät

Dann geht es darum, sich mit einem Top-10-Platz den direkten Einzug in Q2 zu sichern. Dass das kein Zuckerschlecken werden wird, dessen ist sich Rossi bewusst. Denn auch am Freitag waren die Abstände im Feld wieder eng: Die Top 10 lag innerhalb von sechs Zehnteln; 19 Fahrer wurden durch nur eine Sekunde getrennt.

Um sich im Vergleich zur Vorwoche zu steigern, arbeitete Rossi in den ersten beiden Trainings daran, "etwas auf der Bremse und am Kurvenausgang zu finden", hält aber fest: "Leider wurde es nicht wirklich besser. Morgen werden wir weiter daran arbeiten, denn die Lücke zur Spitze ist noch zu groß."

Seine Pace sei zwar nicht so schlecht, glaubt Rossi, "aber ich denke, vier oder fünf Fahrer sind schneller als wir", was den Renntrimm betrifft. "Und dahinter bewegen sich viele Fahrer auf einem ähnlichen Niveau." Sein Teamkollege Vinales ist nach dem ersten Trainingstag dennoch positiv gestimmt.

Quartararo zerbricht sich Kopf über Hinterreifen

"Wir haben einige Anpassungen am Bike vorgenommen und Fortschritte gemacht, was vor allem im Hinblick auf das Rennen wichtig ist", sagt der Spanier. "Bei heißen Temperaturen hatte ich einen guten Rhythmus, wir sind nicht weit weg. Es gibt zwei, drei Kurven, wo wir uns noch steigern müssen, aber ansonsten sind wir bereit."

Das kann WM-Leader Quartataro von sich derzeit nicht behaupten. Auf Platz 14 war er am Freitag der schlechteste Yamaha-Fahrer. Immer wieder musste der Petronas-Pilot die Strecke verlassen, weil er sich verbremste. Auf den ersten Blick sah es so aus, als würde er unter denselben Problemen leiden wie vor einer Woche.

Doch Quartararo erklärt: "Am Morgen hatten wir wieder Probleme mit der Bremse, am Nachmittag war es besser. Da bin ich in Kurve 4 zwar auch geradeaus gegangen, aber das lag am Hinterrad, das blockierte. Es war angsteinflößend." Seine Schwierigkeiten in den Auftakttrainings schrieb er folglich den Reifen zu.

Konkurrenz auf gebrauchten Reifen stärker

"Ich hatte ein wirklich schlechtes Gefühl mit den Reifen und ich weiß nicht warum. Das ist recht frustrierend. Wir müssen verstehen, wo das Problem liegt, denn momentan fehlt uns die Performance. Unsere Rundenzeit ist schlecht", hält er fest. "Es sieht so aus, als würden wir den Hinterreifen überhitzen."

An einer bestimmten Gummimischung konnte Quartararo das Problem nicht festmachen, denn er fuhr die meiste Zeit mit dem Medium-Reifen, "der aus meiner Sicht wahrscheinlich der Rennreifen sein wird", erklärt er. Doch das Gefühl damit sei "sehr seltsam" und der Reifenabbau zu schnell zu stark gewesen.

Was ihn besonders besorgt: "Andrea (Dovizioso; Anm. d. R.) ist am Morgen mit denselben Reifen in seiner 15. Runde 1:24.1 gefahren. Da kommen wir nicht heran." Zwar übt sich der WM-Leader in Zweckoptimismus und sagt, man könne nicht immer gute Tage haben. Doch er weiß auch, dass die Formkrise schon zu lange anhält.

Quartararo staunt über Suzuki in Spielberg

"Es stimmt, dass es jetzt drei Rennen waren, in denen wir zu sehr zu kämpfen hatten. Und das muss sich ändern", so Quartararo. Allerdings dürfte es in Spielberg 2 wieder nur um Schadensbegrenzung gehen, sollte er im Laufe des Wochenende nicht die Lösung für seine Probleme finden. Denn nicht nur Ducati ist stark.

"Ich bin wirklich beeindruckend, wie gut die Suzuki hier funktioniert", zählt der Franzose Alex Rins und Joan Mir auf dem Red Bull Ring zu den Favoriten. "Sie kommen so gut durch die Kurven, sind stark auf der Bremse. Beim Topspeed sind sie auch besser als wir. Ich glaube, es ist eines der perfekten Bikes für diese Strecke."

Angesprochen auf die Motorensituation bei Yamaha und die Tatsache, dass der Hersteller den Antrag auf Öffnung zurückgezogen hat, gibt sich Quartararo zugeknöpft: "Sie sind zuversichtlich, dass wir bis zum Ende der Saison klarkommen. Ich bin kein Ingenieur und vertraue da auf ihr Urteil."

Morbidelli nach Crash: "Ich fühle mich gut!"

Ähnlich äußert sich sein Petronas-Teamkollege Morbidelli. "Mir wurde versichert, dass die Probleme in Jerez nicht noch einmal auftreten werden. Insofern ist das für mich erledigt", so der Italiener. Er war beim zweiten Rennen in Jerez auf Podestkurs liegend mit einem Motorproblem vorzeitig ausgeschieden.

Am vergangenen Wochenende in Spielberg nahm ihn eine Kollision mit Johann Zarco (Avintia-Ducati) frühzeitig aus dem Rennen. Morbidelli zog sich zwar keine ernsthaften Verletzungen zu, spurlos ging der Sturz an ihm aber nicht vorbei. Doch nach dem ersten Trainingstag versichert er: "Ich fühle mich gut!"

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli stieg nach seinem schweren Sturz wieder aufs Bike

Foto: Motorsport Images

Größere körperliche Probleme habe er nicht. "Glücklicherweise ist diese Strecke generell nicht allzu anstrengend, nur auf der Bremse. Insofern geht es mir gut", erklärt er weiter und resümiert: "Wir waren in der Lage, gleich auf ein gutes Tempo zu kommen - am Morgen mit den frischen Reifen und auch am Nachmittag."

Rückkehr an den Ort des Sturzes kein Problem

"Natürlich haben wir nicht die beste Pace und die beste Runde, aber wir wissen, dass die Strecke schwierig für unser Bike ist. Ich glaube, an diesem Wochenende ist es noch schwieriger, weil es noch enger zugeht. Aber ich glaube auch, dass uns ein kleiner Schritt nach vorn gelungen ist", sieht er eine Steigerung.

Über Bremsprobleme wie Quartararo klagte er zwar nicht, die Bremsen seien Spielberg aber gewiss ein Thema. "Die Temperatur geht schnell nach oben, insbesondere in der Gruppe", weiß Morbidelli. "Heute hatte ich auf der Bremse keine großen Probleme. Aber wir haben die Temperaturen stärker im Auge als auf anderen Strecken."

Nach den Ereignissen der Vorwoche gleich wieder in Spielberg zu fahren, schrecke ihn nicht, verrät der Petronas-Pilot noch, "auch weil ich nicht aufgrund meines eigenen Fehlers gestürzt bin". Bisher habe er die Stelle aber nur allein passiert. "Das ist es leicht. Ich weiß nicht, wie es mit anderen Bikes um mich herum sein wird."

Weitere Co-Autoren: Oriol Puigdemont. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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