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Hamilton auf Fangios Spuren: Höhepunkt noch nicht erreicht

Zweifel an seiner Verfassung wischt Lewis Hamilton vor dem Saisonstart beiseite: Er sei in Bestform, behauptet er - Kein Gedanke an die Marke von Juan Manuel Fangio

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, in the Thursday drivers Press Conference
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, and Sebastian Vettel, Ferrari in
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
The helmet of Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, takes a selfie with a fan
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, in the Thursday drivers Press Conference
The helmet of Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, and Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, in the Thursday drivers Pres

Lewis Hamilton sieht müde aus, als er bei der ersten Pressekonferenz der neuen Formel-1-Saison sitzt. Zumindest behauptet das einer der Journalisten ihm gegenüber. Ist das etwa eine Chance für die Konkurrenten, weil der Weltmeister nicht in guter Verfassung ist? Mitnichten, kontert Hamilton: "Ich bin definitiv nicht müde. Es ist einfach die zwölfte Saison, in der ich die Pressekonferenzen mache. Das ist nicht gerade der Teil, auf den ich mich am meisten freue."

Doch fahrerisch sollte der Brite auch 2018 nicht in Frage gestellt werden. Im Vorjahr habe man den besten Hamilton aller Zeiten gesehen. "Es war einfach das kompletteste Jahr", betont er vor der neuen Saison selbst und will in diesem Jahr noch einmal zulegen: "Das plane ich und darauf arbeite ich hin", geht er voll motiviert ans Werk. "Ich freue mich darauf, ins Auto zu steigen."

Die Konkurrenz darf also nicht darauf hoffen, dass Hamilton über den Winter nachgelassen hat. Seinen Peak - also den Höhepunkt - habe er nämlich noch nicht erreicht. "Ich hoffe nicht", lacht der Mercedes-Pilot. Stattdessen möchte er 2018 sein volles Potenzial ausschöpfen, wie er sagt. Wo das liegt, wisse er aber selbst nicht. "Das möchte ich entdecken", gibt er sich angriffslustig.

Wo der eigene Höhepunkt liegt, wisse man ohnehin erst, wenn man mit zunehmendem Alter körperlich abbaut und es schwieriger ist, das Fitness-Level, das die Piloten jetzt haben, noch zu erreichen. "Wenn man fahrerisch schwächer wird, dann ist man über seinem Zenit", so Hamilton. "Definitiv spüre ich aber nicht, dass ich an diesem Punkt bin. Ich bin in guter Verfassung und will das Beste herausholen."

Fotos: Der Donnerstag in Melbourne

Mercedes geht als Favorit in die neue Saison - und damit auch Hamilton. Sollte der 33-Jährige auch in diesem Jahr den Titel gewinnen, wäre es bereits sein fünfter. Damit hätte er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen hätte er dann mit Juan Manuel Fangio gleichgezogen, der hinter Michael Schumacher die zweitmeisten WM-Titel aufweist, zum anderen würde er dann vor Dauerrivale Sebastian Vettel liegen, der ebenfalls bei vier Titeln steht.

Doch beides ist ihm aktuell nicht wichtig: "Darüber habe ich nie wirklich nachgedacht", winkt er auf das Duell mit Vettel angesprochen ab. Und auch an die Fangio-Bestmarke will er vor dem Saisonstart noch nicht denken. "Man denkt nicht darüber nach, mit anderen gleichzuziehen. In meinem Kopf will ich einfach versuchen, neue Barrieren zu durchbrechen und sehen, wie weit ich mit meiner Chance und meinen Fähigkeiten komme."

Sein Ansatz ist relativ einfach: "Ich werde einfach weiter so hart wie möglich arbeiten, um weiter an der Spitze zu kämpfen. Das bringt hoffentlich gute Ergebnisse mit sich." Ob er dann in einer Pressekonferenz müde aussieht, das spielt beim Briten ohnehin keine Rolle, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

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