Alfa Romeo: Können Williams in der WM wieder überholen

Williams schob sich durch das starke Ergebnis in Ungarn in der WM an Alfa Romeo vorbei, doch die Schweizer glauben daran, den Spieß wieder umdrehen zu können

Alfa Romeo: Können Williams in der WM wieder überholen

Alfa Romeo war einer der großen Verlierer des Ungarn-Grand-Prix. In einem wilden Rennen mit schlussendlich einigen Überraschungen gelang es dem Schweizer Team nicht, Kapital aus den Umständen zu schlagen.

Im Gegenteil: Williams nutzte das Chaos perfekt aus und schob sich durch Rang sieben von Nicholas Latifi und Platz acht von George Russell in der Konstrukteurs-WM an Alfa vorbei. Der britische Rennstall steht damit plötzlich bei zehn Punkten, Alfa nach Platz zehn von Kimi Räikkönen in Ungarn hingegen erst bei drei Zählern.

Kann Alfa im direkten Duell um Platz acht in der WM noch einmal zurückschlagen? Mathematisch sieht es auf den ersten Blick düster aus. In den verbleibenden mutmaßlich zwölf Rennen müsste Alfa mehr als doppelt so viele Punkte holen wie an den ersten elf Wochenenden. Ohne ein ähnliches Chaos wie in Ungarn scheinen die Aktien schlecht zu stehen.

Alfa-Ingenieur Pujolar: Können es schaffen

Doch aufgeben will das umbenannte Sauber-Team noch lange nicht. "Es wird nicht einfach, aber ich denke, es ist möglich", sagt Xevi Pujolar, Head of Trackside Engineering des Teams. Alfa sei in Ungarn sogar noch gut weggekommen. "Es hätte noch schlimmer kommen können, wenn man sieht, wo sie zu Beginn lagen. Daher bin ich sogar glücklich", so Pujolar mit Blick auf die ersten Runden nach dem Restart, als Latifi Dritter war.

Sieben oder acht Punkte, ist der Spanier überzeugt, seien für Alfa absolut im Bereich des Möglichen im weiteren Saisonverlauf. Mut schöpft er auch aus der Leistung in Ungarn vor dem Rennsonntag. Im Qualifying zog Alfa mit beiden Autos ins Q2 ein und ließ Williams deutlich hinter sich.

"In Runde eins war dann alles weg, aber wir hatten immer noch eine Chance. Dann waren sie mit beiden Autos vorne und unsere beiden Autos haben Strafen bekommen", schildert Pujolar. Der Abstand in der WM sei jedoch "nicht groß", es seien "immer noch einige Rennen zu fahren. Ich denke, wir können das schaffen", stellt er klar.

Pujolar: Williams hat es schwerer als wir

Dabei ist ihm bewusst, dass er nicht darauf hoffen kann, in eine ähnliche Situation wie Williams in Ungarn zu kommen. "Unter normalen Rennbedingungen können wir es nicht in einem Rutsch machen. Aber solang noch mehrere Rennen zu fahren sind, können wir es schaffen", glaubt er.

Der Schlüssel sei es, wie auf dem Hungaroring beide Autos regelmäßig in Q2 zu bringen. Daran scheiterte es vor allem bei Räikkönen oft in dieser Saison, vor Ungarn war der Finne viermal in Folge im ersten Abschnitt der Qualifikation hängen geblieben.

"Wir haben noch viele Rennen zu fahren und wenn wir beide Autos in Q2 kriegen, können wir es wahrscheinlich schaffen", so Pujolar. Im Rennen lag in dieser Saison bislang die klare Stärke von Alfa Romeo, vor allem Räikkönen ließ auf seine schlechten Leistungen am Samstag oft starke Rennen folgen.

Laut Pujolar habe Alfa an mehreren Wochenenden die Chance auf Punkte, im Gegensatz zu Williams. Das britische Team habe es "schwieriger", zu punkten. "Es gibt keine speziellen Strecken. Ich denke, auf den meisten Strecken können wir gut performen", glaubt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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