Auf Fake-Sponsor reingefallen: Wie Gasly 2016 umsonst nach Uganda reiste

Als Pierre Gasly noch in der GP2-Serie antrat, bot sich ihm 2016 ein Mann aus Uganda als potenzieller Sponsor an - Das Ergebnis war eine abenteuerliche Reise

Auf Fake-Sponsor reingefallen: Wie Gasly 2016 umsonst nach Uganda reiste

AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly hat am Rande des Formel-1-Saisonfinales eine bizarre Geschichte aus der Zeit vor seinem Aufstieg in die Königsklasse erzählt: Er wurde von einem Mann aus Uganda um einen potenziellen Sponsorendeal betrogen.

Der Vorfall habe sich zugetragen, als er versuchte, ein Sponsorenpaket für 2016 zu schnüren, um in der GP2-Serie zu Prema zu wechseln, wo er schließlich die Meisterschaft gewinnen sollte. Noch vor der Saison sei er aber nach Uganda geflogen, nachdem man ihm eine gewisse Unterstützung versprochen hatte.

"In meiner GP2-Saison musste ich einige Sponsoren finden und ich trat aus diesem Grund eine Reise nach Uganda an", erinnert sich Gasly. "Ich sollte einen Mann treffen, der mich sponsern wollte, da ich ein Budget für einen Wechsel zu Prema brauchte."

"Es war während der Präsidentschaftswahlen, sodass die Gefahr einer Rebellion im Land groß war. Aber wenn ich mit Prema Rennen fahren wollte, musste ich Geld auftreiben."

"Ich war damals vielleicht 19 Jahre alt", erzählt der Franzose, "und innerhalb von 24 Stunden beschlossen wir, die Tickets zu besorgen, für zwölf Stunden dorthin zu fahren und einen unbekannten Mann zu treffen - den ich dann leider nicht getroffen habe. Er ist nie aufgetaucht. Wir haben das Geld nie bekommen!"

Obwohl sich die Reise als sinnlos erwies, was Gaslys Sponsorenportfolio anbelangt, sagt er, dass sie dennoch eine wertvolle Lebenserfahrung für ihn gewesen sei: "Es war ein echtes Abenteuer, denn von Anfang bis Ende lief nichts wie erwartet."

"Ich war mit meiner Mutter dort, und wir dachten, wir würden nie wieder nach Europa zurückkehren. Es war einfach überwältigend, die Armut und die Bedingungen zu sehen, unter denen diese Menschen leben." Das öffnete Gasly ein Stück weit die Augen.

"Wir sind durch Favelas gefahren, und da wird einem klar, wie es an manchen Orten auf der Welt zugeht und wie sehr einige dieser Menschen von Armut betroffen sind. Ich kam ohne Geld zurück. Ich habe sogar Geld für die Flugtickets verloren. Aber es war eine gute Lektion fürs Leben", sagt der Formel-1-Pilot heute.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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