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Schlecht für Teamklima: Force India will keinen Paydriver in der F1

Sergio Perez und Esteban Ocon halten statt einen millionenschweren Bezahlfahrer holen: Force India kalkuliert kühl, weiß jedoch um die soziale Problematik.

Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10, Sergio Perez, Sahara Force India VJM10
Sergio Perez, Sahara Force India VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10, Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H
Sergio Perez, Sahara Force India VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India F1 VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10

Die Force-India-Mannschaft hat sich klar dagegen ausgesprochen, einen reinen Bezahlfahrer für die kommende Formel-1-Saison zu verpflichten. Wie Betriebsdirektor Otmar Szafnauer sagt, würde die Truppe mit Sergio Perez und Esteban Ocon weitermachen wollen. Zwar bringt die aktuelle Paarung Sponsoren aus Mexiko respektive die Vorteile eines Mercedes-Juniors bei der Antriebsbelieferung mit, jedoch lautet die Maxime: "Bei Fahrern ist Qualität wichtiger als Quantität", meint Szafnauer.

Trotzdem ist Force India klar, dass hinter einer Paydriver-Verpflichtung Kalkül stecken kann. "Wir schauen uns jemanden an und sagen: 'Das Geld ist spitzenmäßig.' In zwei Jahren fährt er irgendwo anders. Wie viel verlieren wir dadurch?", denkt Szafnauer über das Verschenken sportlicher Leistungsfähigkeit auf kurze Sicht nach, um das Team langfristig mit erhöhtem Budget gut aufzustellen.

Jedoch ist Vorsicht geboten: "Fahrer zu holen, die nur Geld bringen, hat alle möglichen Auswirkungen - auf das Team, auf die übrigen Verpflichtungen", so Szafnauer. Denn alimentierte Piloten, die ständig für Kleinholz sorgen und Talenten einen Platz wegnehmen, können auf die Moral drücken.

Am Ende würden die Überlegungen auf dem Transfermarkt "keiner niedergeschriebenen Formel", sondern "dem Bauchgefühl" folgen, weiß Szafnauer. Es spricht offenbar für Perez und Ocon. Das bewährte Duo will Force India mit mehr Personal in der Fabrik in Silverstone unterstützen, weiß jedoch um den Drahtseilakt, wenn Erfolge gefeiert werden und finanzstärkere Teams mit dicken Gehaltsscheck locken: "Wir wollen die guten Jungs halten", betont der Betriebsdirektor. "Die Chemie zwischen uns stimmt. Es lässt sich machen, wenn sie selbst erkennen, dass sie bleiben wollen."

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