Red Bull: Eigentlich war eine Einstoppstrategie geplant

Eigentlich wollte Red Bull in Katar nur einmal stoppen, switchte angestachelt von Lewis Hamiltons Pace und besorgt wegen der Reifenschäden dann aber doch um

Red Bull: Eigentlich war eine Einstoppstrategie geplant

Fernando Alonso stellte beim Grand Prix von Katar unter Beweis, dass man es auch mit einer Einstoppstrategie auf das Podest schaffen konnte. Doch es war ein Ritt auf der Rasierklinge, denn eine Reihe von Reifenschäden ließ Zweifel daran, ob er es bis ins Ziel schaffen würde. So zitterte Alpine bis zum Schluss.

Insgesamt vier Teams (Alpine, Ferrari, Aston Martin und Haas) sowie McLaren-Pilot Daniel Ricciardo reichte ein Boxenstopp, um ins Ziel zu kommen. Alle anderen setzten auf zwei, Max Verstappen sogar auf drei, um sich zum Schluss mit frischen Reifen noch die schnellste Rennrunde zu sichern.

Dabei räumt Red-Bull-Teamchef Christian Horner ein: "Wir sind mit der Absicht ins Rennen gegangen, nur einen Stopp zu machen. Aber dann haben wir schnell gesehen, dass Lewis vorne Druck machte, also haben wir angefangen, härter zu pushen."

Red Bull: Mercedes nur im ersten Stint schneller

"Ich glaube, im ersten Stint hatte Lewis einen Geschwindigkeitsvorteil, aber in den beiden anderen beiden Stints waren wir in der Lage, mit ihm mitzuhalten. Die Tatsache, dass Max die schnellste Rennrunde fahren konnte, noch bevor er am Ende den Satz Softreifen aufzog, war ermutigend, sehr ermutigend", sagt Horner.

Als Achillesferse für Red Bull erwies sich in Katar laut dem Teamchef Kurve 6: "In dieser Kurve haben wir von Freitag bis Sonntag in jeder Runde Zeit verloren. Das ist eines der Dinge, die wir verstehen müssen und wo wir uns verbessern müssen."

Angesprochen auf Sergio Perez und das verpasste Podium sagt Horner: "Ich denke, ohne das virtuelle Safety-Car wäre Checo in der letzten Runde direkt neben Fernando gewesen und es wäre ein faszinierendes Finish geworden." Doch dazu kam es nicht. Perez fehlten im Ziel knapp drei Sekunden auf Alonso.

Horner: Virtuelles Safety-Car kostete das Podest

"Unser Problem war, dass wir ein zu großes Risiko sahen, mit Checo eine Einstoppstrategie zu fahren, besonders nach dem, was mit Valtteri (Bottas; Anm. d. R.) passiert war." Der Mercedes-Pilot musste in Runde 33 mit einem Plattfuß an die Box.

"Deshalb haben wir uns für eine Zweistoppstrategie entschieden", erklärt Horner, "und ich denke, ohne das virtuelle Safety-Car zwei Runden vor Rennende wären wir in der letzten Runde gleichauf mit Fernando gewesen." An ihm biss sich Perez bereits nach seinem ersten Boxenstopp eine Weile die Zähne aus.

Denn nach einem frühen Stopp in Runde 19 kam der Red-Bull-Pilot mitten im Verkehr wieder auf die Strecke und verlor wertvolle Zeit. Zwar kämpfte er sich schließlich an Alonso vorbei und lag auf Podestkurs, fiel nach dem zweiten Stopp jedoch wieder zurück und kam am Ende nicht mehr nah genug heran.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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