Red Bull: Suchen nach Formel-1-Optionen für Alexander Albon

Alexander Albon droht auch in der Formel-1-Saison 2022 die Rolle des Zuschauers - Red Bull sucht nach Optionen, doch wo sollen diese liegen?

Red Bull: Suchen nach Formel-1-Optionen für Alexander Albon

Mit der Bekanntgabe von Sergio Perez für die Saison 2022 hat Red Bull früh einen Haken hinter die Besetzung seiner beiden Cockpits gemacht. Pierre Gasly dürfte damit beim Nachwuchsteam AlphaTauri bleiben, trotz seiner starken Leistungen in der laufenden Saison. Ganz ohne Formel-1-Cockpit für das kommende Jahr steht derzeit allerdings erneut Alexander Albon da.

Der Thailänder verlor sein Red-Bull-Cockpit nach der vergangenen Saison an Perez und da auch AlphaTauri mit Gasly und Rookie Yuki Tsunoda vollbesetzt war, fand sich für Albon keine Option in der Königsklasse. Red Bull baute allerdings weiterhin auf ihn. Albon ist Simulatorfahrer für das Team und auch maßgeblich an der Entwicklung des neuen Autos für 2022 beteiligt.

Dass er dieses auch regelmäßig an einem Formel-1-Wochenende fahren wird, ist aber nahezu ausgeschlossen - trotz großer Huldigungen, die er von Red Bull erhält. "Alex bleibt ein wichtiger Teil des Teams", sagt Teamchef Christian Horner: "Er hat in diesem Jahr eine Schlüsselrolle gespielt und er wird diese Rolle auch weiterhin begleiten. Wir schauen, ob es für ihn für kommende Saison Optionen in der Formel 1 gibt."

Viele Namen bei Alfa Romeo im Gespräch

Doch diese Suche dürfte kaum vielversprechend sein. Die beiden Red-Bull-Teams sind zu, sofern Tsunoda nicht noch großen Unfug macht. Und auch darüber hinaus gibt es kaum realistische Möglichkeiten. Bei Alfa Romeo stehen zwar noch einige Fragezeichen im Raum, allerdings klopfen gleich mehrere Fahrer an die Tür in Hinwill.

Zwar betonte Teamchef Frederic Vasseur, er habe bei der Fahrerwahl völlig freie Hand und sei nicht mehr von Ferrari abhängig. Dennoch sind mindestens Ferrari-Junior Callum Ilott und Sauber-Eigengewächs Theo Pourchaire vor Albon einzureihen.

Eigenen Talenten die Tür vor der Nase zuzuwerfen, um einen Red-Bull-Junior zu verpflichten, dürfte nicht im Interesse irgendeiner Partei bei Alfa oder Ferrari sein. Noch dazu geistern einige andere, auch prominente, Namen wie Valtteri Bottas herum, die mit Alfa in Verbindung gebracht werden.

Williams und Aston Martin keine realistischen Optionen

Williams, das bei der Cockpitbesetzung ebenfalls noch keinen Vollzug vermeldet hat, kommt aufgrund der engen Bindung zu Mercedes nicht infrage. Hinterbänkler Haas steht kurz vor der Bestätigung seiner beiden aktuellen Fahrer Mick Schumacher und Nikita Masepin für 2022, und auch hier dürfte Ferrari kein Interesse haben, einen Red-Bull-Fahrer zu sehen.

Und bei Aston Martin deutet nichts darauf hin, dass an der aktuellen Besetzung mit Sebastian Vettel und Lance Stroll irgendetwas geändert wird. Auch Horner dürfte um die geringen Chancen wissen, die Albon in der Formel 1 hat. Daher stellt er bereits klar: Sollte Albon kein Cockpit finden, "wird er für uns dieselbe Rolle einnehmen wie in diesem Jahr", sagt er.

Für Red Bull ist die Situation ein Luxusproblem, für Albon hingegen dürfte sie nur wenig befriedigend sein. Ein Rennfahrer will selbst im Auto sitzen, und das am besten an so vielen Wochenenden wie möglich. In der laufenden Saison ist der 25-Jährige mit Red-Bull-Unterstützung in der DTM unterwegs und feierte dort zuletzt am Nürburgring seinen ersten Saisonsieg.

Letzte Ausfahrt IndyCar?

Für den Thailänder endete damit eine Durststrecke von mehr als 1000 Tagen ohne Sieg, zuvor hatte er letztmals 2018 in der Formel 2 ein Rennen gewonnen. In seinen zwei Jahren in der Formel 1 - anderthalb davon im A-Team bei Red Bull -, blieb er ohne Sieg, zweimal kam er immerhin auf das Podium. Dennoch war für ihn nach einigen inkonstanten Ergebnissen Ende 2020 Schluss.

Wo zieht es Albon also hin? Ein Verbleib in der DTM ist mit Sicherheit eine Möglichkeit, aber auch ein Wechsel in eine andere Serie. Jüngst war Albon bei der IndyCar-Serie zu Gast und knüpfte Kontakte. Der dortige Teambesitzer Dale Coyne machte keinen Hehl aus seinem Interesse an einer Zusammenarbeit. Auch Albon selbst sei interessiert, betonte Coyne.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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