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Sainz beeindruckt: So hat Ferrari nach Le Castellet das Ruder herumgerissen
Nach der Nullnummer in Frankreich ließ Ferrari nichts unversucht, um sein Reifenproblem zu lösen, und das mit Erfolg - Carlos Sainz zeigt sich beeindruckt
Juliane Ziegengeist Christian Nimmervoll
Bearbeitet: 17.08.2021, 14:17
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Der Grand Prix von Frankreich war für Ferrari in der ersten Hälfte der Formel-1-Saison 2021 die einzige komplette Nullnummer. Trotz aussichtsreicher Startpositionen erreichten am Ende weder Charles Leclerc noch Carlos Sainz die Punkteränge.
Verantwortlich dafür waren die Vorderreifen, die die Ferrari-Piloten nicht ins richtige Arbeitsfenster bekamen. Seitdem hat das Team akribisch an seinem Reifenmanagement gearbeitet.
"Es wurde sehr viel Nachdruck und Fokus auf dieses Thema gelegt, weil das Problem in Paul Ricard so dramatisch war", verrät Sainz. "Wir waren alle so überrascht, dass wir sagten: 'Okay, wir müssen das ändern und so aggressiv und schnell wie möglich dagegen vorgehen.'" Unmittelbar nach dem Rennen ging es los.
Ferrari-Pilot schwärmt vom Teamwork in Maranello
"In der Minute, in der das passierte, flogen wir alle zurück nach Maranello, trafen uns zu ein paar Meetings, machten ein paar Analysen und arbeiteten zwei, fast drei Tage lang intensiv im Simulator, mit Simulationen, um unser Auto zu verstehen und herauszufinden, was dieses große Problem verursachte", berichtet Sainz.
Die Art und Weise, wie das Team reagierte, bezeichnet der Spanier als "ziemlich beeindruckend". "Es war ein so großes Team, so viele Leute, die das Problem gemeinsam angingen und an einem Strang zogen", schwärmt der Ferrari-Pilot.
"Zu sehen, wie viele Theorien, wie viele verschiedene Projekte entwickelt wurden, um das Problem zu lösen, war eines der beeindruckendsten Gefühle, die ich als Rennfahrer je hatte. Einfach zu sehen, wie eine so große Organisation ein bestimmtes Problem in Angriff nimmt. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war ein cooler Prozess."
Carlos Sainz: "Mehr kann man als Fahrer nicht tun"
Sein Beitrag bestehe dabei vor allem darin, präzises Feedback zu geben und genau zu beschreiben, wie es sich im Auto anfühlt. "Wie sich unser Fahrstil auf die Reifen auswirkt und wie es um die Balance bestellt ist, die wir haben", so Sainz.
"Als Fahrer können wir ehrlich gesagt nicht viel mehr tun. Und die Ingenieure kümmern sich um den Rest. Es hat viel Spaß gemacht und ich habe es sehr genossen", bekräftigt er.
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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