Assen: Honda-Stärke auf Yamaha-Strecke dank Winglets?

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Assen: Honda-Stärke auf Yamaha-Strecke dank Winglets?
Autor: Mario Fritzsche
30.06.2018, 17:25

Marc Marquez führt es nicht zuletzt auf die aktuellen Winglets der RC213V zurück, dass Honda in Assen stärker aussieht als erwartet - Crutchlow sieht es ähnlich, Pedrosa abgelenkt

Marc Marquez, Repsol Honda Team
Polesitter Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Cal Crutchlow, Team LCR Honda, Marc Marquez, Repsol Honda Team
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team

MotoGP-Titelverteidiger und Tabellenführer Marc Marquez (Honda) fuhr auf dem TT Circuit Assen auf die Pole-Position für die Dutch TT am Sonntag, obwohl er sich am Samstag in erster Linie auf das Rennen vorbereitete und dem Qualifying weniger Beachtung schenkte.

Im finalen Q2-Shootout aber setzte sich Marquez mit einer Rundenzeit von 1:32,791 Minuten um 0,041 Sekunden gegenüber Honda-Markenkollege Cal Crutchlow aus dem LCR-Team durch. Marquez' größte Sorge an diesem Wochenende sind die Reifen. Der Honda-Werkspilot hat zwar am Freitag und Samstag sowohl die Soft- als auch die Medium- und die Hard-Mischung probiert. Welche Wahl er für das Rennen treffen wird, weiß er aber noch nicht.

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"Das Wichtigste war es heute, sich auf das Renntempo zu konzentrieren", bemerkt Marquez und weiter: "Für das Qualifying hatte ich ein paar Zweifel, weil ich mit frischen Reifen hier nicht so gut zurechtkomme. Wenn man aber eine Weile damit gefahren ist, geht es besser. Für das Rennen werden wir mit Blick auf die Temperaturen und den Wind versuchen, die richtige Reifenwahl zu treffen." Entscheiden will sich der WM-Spitzenreiter diesbezüglich nach dem Warm-up am Sonntagvormittag.

Marquez und Crutchlow loben Fahrgefühl

Mit Blick auf das Rennen hat Marquez allen voran die Yamaha-Piloten Valentino Rossi (3.) und Maverick Vinales (6.) auf der Rechnung. "Yamaha ist hier sehr stark. Ducati ist auch stark, aber ich glaube, Yamaha ist stärker. Positiv ist aber, dass wir auch dabei sind", so der Honda-Star.

Dass Marquez mit seiner RC213V besser mithalten kann, als er vor dem Rennwochenende befürchtet hatte, führt er nicht zuletzt auf die Aerodynamik zurück. "Einer der Hauptgründe sind meiner Meinung nach die Winglets an der Verkleidung. Dank der aktuellen Spezifikation liegt das Bike vorne stabiler und damit können wir weicher fahren", erklärt Marquez, der es zum ersten Mal in seiner Karriere in der Königsklasse in Assen auf die Pole-Position geschafft hat.

Fotos: MotoGP in Assen

Für Crutchlow bedeutet Startplatz zwei den ersten Start aus der ersten Reihe, seit er Anfang Mai in Jerez de la Frontera auf die Pole-Position gefahren war. "Ich fühle mich gut. Das Team und Honda haben gut gearbeitet. Wenngleich sich das Bike immer noch ziemlich stark bewegt, bin ich mit dem Fahrgefühl zufrieden", so der Brite, der an seiner RC213V ebenfalls die aktuelle Winglet-Spezifikation fährt.

Crutchlows Ausblick auf das Rennen fällt wie folgt aus: "Ich glaube, Marc ist ein bisschen schneller als alle anderen, aber es wird sicherlich ein unterhaltsames Rennen und ich hoffe, es auf das Podium zu schaffen."

Pedrosa abgelenkt

Von einem Podestplatz kann Dani Pedrosa derzeit nur träumen. Der Teamkollege von Marquez im Honda-Werksteam kam im Qualifying nicht über Platz 18 hinaus, nachdem er den direkten Q2-Einzug am Vormittag verpasst hatte und auch in Q1 nicht gut zurechtkam.

"Wenn man sich nicht wohlfühlt und zwei Zehntelsekunden fehlen, ist man schon Zehnter. Wenn dann noch mehr fehlt, ist man weit weg", gibt Pedrosa ernüchtert zu Protokoll. Als größtes Problem in Assen nennt der Spanier: "Ich habe Mühe, den Grip zu nutzen."

Pedrosa wirkt wie schon in Mugello und Barcelona auch diesmal abgelenkt, weil seine Zukunft noch nicht offiziell geklärt ist. Fest steht derzeit nur, dass er aktuell seine letzte Saison für Honda fährt. Ob Pedrosa in der MotoGP-Saison 2019 für das kolportierte neue Yamaha-Kundenteam mit Unterstützung von Petronas fährt oder aber doch aufhört, werden die kommenden Wochen zeigen.

"Natürlich spielt das eine Rolle", gesteht Pedrosa mit Blick auf seine derzeit nicht immer hundertprozentige Konzentration. "Wenn man diese Motorräder fährt, darf man nicht darüber nachdenken. Es kann auch ein anderer Aspekt des Lebens sein. Fest steht: wenn man zu viel nachdenkt, dann beeinflusst das immer, wie man fährt."

 
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