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Ferrari: Das Auto 2025 als eine Evolution oder Neuentwicklung?

Wie Ferrari die restlichen Jahre unter dem aktuellen Formel-1-Reglement strategisch angeht und was das für das Rennauto in der Saison 2025 bedeuten könnte

Ferrari: Das Auto 2025 als eine Evolution oder Neuentwicklung?

Noch ist in der Formel-1-Saison 2024 kein Rennen gefahren, trotzdem gehen die Gedanken der Designer bereits über die Saison 2024 hinaus. Denn weil 2026 ein neues Technisches Reglement eingeführt wird, müssen sich die Teams frühzeitig überlegen, wie viele Ressourcen sie für das Auto 2025 aufbringen wollen.

Die Kernfrage dazu lautet: Wie sinnvoll ist eine komplette Neuentwicklung für 2025, wenn 2026 ganz andere Spielregeln gelten? Sprich: Wäre es für 2025 vielleicht sinnvoll und effizient, nur eine Evolution des 2024er-Autos an den Start zu bringen?

Enrico Cardile als Leiter Chassis und Aerodynamik bei Ferrari meint, es sei "nicht unbedingt notwendig", dass Ferrari den aktuellen SF-24 über zwei Jahre hinweg als Plattform nutze: "Wir werden also unseren normalen Entwicklungsprozess durchlaufen und im Laufe der Saison ein neues Auto für 2025 entwerfen." Das sei zumindest derzeit geplant.

Sehr viel mehr könne er zum Zeitpunkt der Präsentation des Ferrari SF-24 noch nicht sagen, schließlich sind noch keine ernsthaften Testfahrten mit dem Neuwagen unternommen worden. "Es ist daher noch zu früh für uns zu sagen, wie sich dieses Auto weiterentwickeln wird. Es ist ja auch wichtig, wie das Feedback von der Rennstrecke aussieht, bevor wir darüber nachdenken, wie sich das Auto verbessern lässt."

Deshalb schließt Cardile auch nicht kategorisch aus, dass Ferrari 2025 doch nur ein modifiziertes 2024er-Auto mit "nur einigen Weiterentwicklungen" verwendet. "Das könnte der Fall sein. Denn falls wir dieses Jahr eine größere Lücke schließen müssen als erwartet, können wir das Auto grundlegend umbauen."

"Also warten wir einmal ab, wo wir stehen und wie die Schwächen des Autos aussehen. Dann sehen wir weiter."

Ab 2025 liegt der Fokus klar auf 2026

In jedem Fall müsse es in der Formel-1-Saison 2024 aber darum gehen, "eine gute Ausgangsbasis" für 2025 zu schaffen, sagt Cardile. "Denn ab Januar 2025 werden wir viel Arbeit in das neue Reglement investieren müssen. Nach allem, was wir bisher wissen, stellt dieses neue Reglement nämlich einen großen Unterschied zum aktuellen Reglement dar."

Umso wichtiger sei eine gute Grundlagenarbeit schon 2024, um 2025 möglichst viel Spielraum für die Entwicklung für 2026 zu haben, erklärt Cardile. "Es gilt, sicherzustellen, dass wir die nächste Saison in bestmöglicher Form beginnen, damit wir unseren Fokus dann intensiv auf das Auto für 2026 legen können."

In der übernächsten Saison verändert sich in der Formel 1 nicht nur die Aerodynamik der Autos, sondern auch die Antriebsregeln. Außerdem sollen die künftigen Formel-1-Autos kleiner und leichter werden als die aktuellen Rennwagen seit 2022.

Mit Bildmaterial von Ferrari.

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