George Russell: Dieses Ergebnis ist wie eine Poleposition für uns

George Russell rast im Formel-1-Qualifying in Spielberg erstmals in dieser Saison in Q3 und hat einen strategischen Vorteil im Rennen - Gibt es endlich Punkte?

George Russell: Dieses Ergebnis ist wie eine Poleposition für uns

Bei George Russell kannte die Freude keine Grenzen. Zum ersten Mal in der laufenden Formel-1-Saison war der Williams-Pilot bis zum Ende des Qualifyings mit dabei, erstmals schaffte er den Einzug ins Q3. Dort ließ er Lance Stroll noch hinter sich, weshalb Russell den Großen Preis von Österreich nach der Strafe gegen Sebastian Vettel vom starken Startplatz acht aus in Angriff nimmt. Für Williams war es der erste Einzug ins Q3 seit Monza 2018.

"Für uns fühlt sich das wie eine Poleposition an. In Q3 zu kommen, ist eine Sache, aber es auf den Mediums zu schaffen, ist gewaltig", jubelt der 23-Jährige. Tatsächlich musste Russell in Q2 nicht einmal die weichsten Reifen auspacken, um den Husarenritt in den finalen Abschnitt zu meistern. Er ließ dabei unter anderem beide Ferraris hinter sich. "In die Top-5" seiner bisherigen Runden in der Formel 1 würde er diesen Versuch in Q2 einordnen.

Den eher sichereren Weg, auf den weichsten Reifen in Q3 einzuziehen, wollte Williams bewusst nicht gehen. Denn das hätte bedeutet, auf diesem Satz auch den ersten Stint im Rennen fahren zu müssen. Und das kam nicht infrage. "Wir glauben, dass der Reifen im Rennen desaströs sein wird", erklärt Russell die Entscheidung des Teams.

Russell sieht strategischen Vorteil auf den Mediums

Alle Fahrzeuge um ihn herum werden beim Start die roten Reifen aufgezogen haben, weshalb Russell mit einem guten Rennen für sich rechnet. "Wir haben die Flexibilität in der Strategie, die wir uns gewünscht haben, während die anderen ziemlich gefangen sind", meint Russell. Er wünscht sich "eine saubere erste Runde", dann habe er mit den Reifen einen Vorteil.

Platzt am Sonntag also endlich der Knoten der Punktelosigkeit? Schon in der Vorwoche schien im Rennen an selber Stelle alles angerichtet, ehe ein technischer Defekt alle Hoffnungen Russells zerstörte. Noch immer wartet der Brite auf seine ersten Zähler in Diensten des Traditionsteams.

Doch warum läuft es für Williams ausgerechnet auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg so gut? "Auf so einer kurzen Strecke hast du als Fahrer oder Team einfach keine Zeit, um Fehler wieder auszubügeln. Wir haben einfach jede Tausendstelsekunde aus dem Auto herausgequetscht und haben weniger Fehler gemacht als die Konkurrenz", sagt er.

Russell: Irgendwie haben wir Pace gefunden

Möglicherweise ist das Rennen am Sonntag auch die vorerst letzte Chance, Punkte zu holen. Schon auf den kommenden Strecken erwartet Russell mehr Probleme. "Vielleicht ist das, was wir heute erreicht haben, ein wenig übertrieben", sagt Russell. Doch zumindest in Ungarn vor der Sommerpause könnte es ebenfalls gut laufen, glaubt er.

Vom Hinterbänklerteam zum Punktekandidaten binnen weniger Wochen: Williams durchlebt derzeit eine rasante Entwicklung. "Wir sind in eine etwas andere Richtung gegangen, ich bin mir nicht zu 100 Prozent sicher, ob das der wahre Grund ist. Wir müssen weiter analysieren, aber auf jeden Fall scheinen wir irgendwie Pace gefunden zu haben", sagt Russell.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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