Nicholas Latifi im Aufwind: Lücke zu Russell "nicht so groß wie alle denken"

Nicholas Latifi zeigte sich zuletzt von seiner besten Seite und überzeugte mit guten Ergebnissen - Für Williams-Boss Jost Capito kommt das nicht überraschend

Nicholas Latifi im Aufwind: Lücke zu Russell "nicht so groß wie alle denken"

Die Entwicklungskurve bei Nicholas Latifi zeigte in den vergangenen Wochen deutlich nach oben. In Ungarn und beim "Rennen" in Belgien fuhr der Kanadier in die Punkte, der Lohn folgte wenig später in Form der Vertragsverlängerung für 2022. Dann wird er bei Williams neben Alexander Albon fahren.

Dass Latifi weit mehr sei als nur eine anständige Nummer zwei, die einen gut gefüllten Geldkoffer mitbringt, stellt Williams-Chef Jost Capito klar. Auch das Wochenende in Monza, als er und sein hochgeschätzter Teamkollege George Russell nahezu auf Augenhöhe unterwegs waren, sei ein klarer Beweis für Latifis Entwicklung.

"Man kann nicht sagen, dass es eine große Lücke zwischen George und Nicky im Qualifying gibt. Und auch im Rennen nicht, wenn man sich zum Beispiel das Rennen in Ungarn ansieht. Nicky hat einen fantastischen Job gemacht", sagt Capito.

Capito: Latifis Probleme waren nicht seine Schuld

Der Blick auf die Zahlen fällt vor allem in den Qualifyings jedoch eindeutig aus. 14:0 steht es dort aus Russells Sicht in dieser Saison, nur bei AlphaTauri ist es ebenso deutlich. Zumindest dreimal betrug der Abstand zwischen Latifi und Russell im Qualifying aber weniger als eine Zehntelsekunde - in Le Castellet, in Ungarn und zuletzt in Monza. Vor dem Rennen in Italien bekam er in Zandvoort aber über acht Zehntel vom Briten aufgebrummt.

Dennoch ist Capito überzeugt: "Ich denke nicht, dass die Lücke so groß ist, wie jeder denkt oder wie sie aussieht." Der CEO und Teamchef in Personalunion erläutert die Thematik. "Nicky hatte im Qualifying ein paar Probleme in dieser Saison, die nicht von ihm verursacht wurden. Er wäre in einer Position gewesen, nahe am Speed von George dran zu sein, wenn nicht sogar genauso schnell", glaubt der 62-Jährige.

In Monza fuhr Latifi lange vor Russell, ehe der Kanadier Pech mit dem Safety-Car hatte und hinter seinen Teamkollegen zurückfiel. Als Elfter verpasste Latifi knapp die Punkte, während Russell Neunter wurde.

Russell lobt Latifis "außergewöhnlichen Job"

"Um ehrlich zu sein, hat Nicholas einen außergewöhnlichen Job gemacht", sagt auch Russell mit Blick auf Monza anerkennend. "Er hätte es verdient gehabt, in den Punkten zu sein. Er wird von Woche zu Woche stärker und findet immer mehr Selbstvertrauen", so Russell weiter.

Dass Latifi auch im kommenden Jahr für Williams fährt, habe sich dieser laut Russell "aus eigener Kraft" erarbeitet. "Ich habe viel Respekt davor, wie er arbeitet und wie er versucht, sich zu verbessern", sagt der nächstjährige Mercedes-Fahrer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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