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Whiting: Vettel vs. Hamilton "ein klassischer Rennunfall"

Rennleiter Charlie Whiting bewertet den Zweikampf zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton als Rennunfall - Vettel: Schaden viel größer als gedacht

Sebastian Vettel, Ferrari SF71H spins after contact with Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09 on lap one as Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 passes

Obwohl es von den Beteiligten unterschiedlich gesehen wird, ist die Kollision zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton in der ersten Runde des Italien-Grand-Prix ein Rennunfall gewesen - so zumindest die Sicht der Rennkommissare und von Rennleiter Charlie Whiting. Die Stewards brummten keinem Fahrer eine Strafe für die Berührung auf, und auch Whiting schließt sich der Meinung an.

"Meine erste Reaktion war, dass es eindeutig ein Rennunfall war, weil man nicht sagen konnte, dass man einem Fahrer vorrangig die Schuld geben konnte", sagt Whiting. "Es war halt eines dieser Dinge: Wie es ausgegangen ist, lag in den Händen des Schicksals." Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff meinte nach dem Rennen, dass es sich um einen Rennunfall gehandelt hat, Nico Rosberg gab die Schuld hingegen "zu 110 Prozent" Vettel.

Vettel selbst bleibt bei seiner Darstellung, dass er keine Chance hatte, den Unfall zu vermeiden: "Lewis hat außen seine Chance gesehen, hat mir aber keinen Platz gelassen und einfach eingelenkt", so der Deutsche. Weil sein Auto aber hinter Kimi Räikkönen etwas aus der Balance geriet, habe er nichts machen können, außer in Hamilton reinzufahren. "Wir hatten etwas Pech, dass wir uns gedreht haben und das Auto beschädigt wurde."

Sichtbar war für alle Fans, dass Vettels Frontflügel kaputt war und gewechselt werden musste, doch laut dem Deutschen war das nicht alles: "Ich war überrascht, als ich ausgestiegen bin. Der ganze Seitenkasten hat gefehlt - also die Vorderkante des Unterbodens bis zur Außenstruktur des Unterbodens war weg", so der Ferrari-Pilot, der im Auto nur spüren konnte, dass etwas mit der Nase nicht stimmen kann.

"Ich habe dann im TV gesehen, dass mein Frontflügel runterhängt, zudem habe ich Funken gesehen", so Vettel. "Ich kam rein und dachte, dass es nur um die Nase geht, aber ich konnte die Teile an der Seite natürlich nicht sehen. Als ich wieder rausfuhr, war das Auto furchtbar zu fahren, und es brach immer wieder aus und hatte Momente, die mich überrascht haben. Dann habe ich mich daran gewöhnt und konnte es umschiffen."

Dass die Rennkommissare keine Strafe aussprachen, ist dabei in seinem Sinn: "Ich bin generell kein Fan davon, dass man so etwas bestrafen muss. So etwas passiert leider. In dem Fall hat's leider mich getroffen."

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