Zweites Alpine-Cockpit 2023: Kein Kampf Fernando Alonso vs. Oscar Piastri

Oscar Piastri könnte Fernando Alonso bei Alpine im Jahr 2023 beerben: Was das Team mit dem australischen Rohdiamant vorhat und wie die Entscheidung fallen soll

Zweites Alpine-Cockpit 2023: Kein Kampf Fernando Alonso vs. Oscar Piastri

Das Alpine-Team hat sich mit Esteban Ocon bereits frühzeitig auf einen Vertrag bis 2024 geeinigt, aber wer wird Teamkollegen des Franzosen ab 2023? Das ist die große Frage im Lager der Blauen. In diesem und im kommenden Jahr greift Rückkehrer Fernando Alonso für Alpine ins Lenkrad, doch mit Oscar Piastri scharrt ein Ausnahmetalent bereits mit den Hufen.

Einen Zweikampf um das zweite Cockpit bei den Blauen soll es aber nicht geben, glaubt man Geschäftsführer Marcin Budkowski. "Lassen Sie uns zuerst das nächste Jahr abwarten", mahnt er zur Geduld. "Wenn das Auto schnell ist und Fernando zufrieden ist, dann werden wir eine Diskussion führen. Wenn das nicht der Fall ist, dann werden wir eine andere Art von Diskussion führen."

Bei allem Fokus auf Alonso soll aber auch der junge Australier Piastri nicht außen vor gelassen werden: "Wir haben mit Oscar ein großes Talent in den Startlöchern. Wenn kein Platz bei Alpine frei wird, bin ich mir sicher, dass wir eine Lösung für ihn finden werden, damit er ein Formel-1-Auto fahren und in der Alpine-Familie bleiben kann."

Fernando Alonso

Fernando Alonso fuhr zuletzt in Katar auf das Podium

Foto: Motorsport Images

Bei Alpine weiß man also darum, welch einen Rohdiamanten man in seinen eigenen Reihen hat. Anders ist man bei Piastris Alpine-Akademie-Kollegen Christian Lundgaard und Guanyu Zhou vorgegangen. Lundgaard hat sich für ein IndyCar-Programm 2022 bei Rahal-Letterman-Lanigan Racing entscheiden und Zhou wandert komplett ab zu Alfa Romeo.

Piastri hingegen ist als Test- und Reservefahrer im Formel-1-Team der Blauen für 2022 bestätigt. "Oscars Ankündigung ist nicht nur eine Ankündigung, dass er ein Reservefahrer sein wird, sondern bringt noch eine ganze Menge anderer Dinge mit sich", betont Budkowski.

Oscar Piastris F2-Titelkampf als aktuelle Hürde

Dazu gehören auch mögliche Freitagseinsätze in der Saison 2022. Im kommenden Jahr ist es vorgeschrieben, in den Freien Trainings junge Fahrer einzusetzen, um ihnen Fahrpraxis in der Formel 1 zu verschaffen. Die Wintertestfahrten sind dafür bereits zu sehr limitiert.

Oscar Piastri

Oscar Piastri lässt die Formel-2-Konkurrenz derzeit alt aussehen

Foto: Motorsport Images

Budkowski über Piastris Rolle im Team: "Oscar wird sehr stark in die Entwicklung und im Simulator involviert sein. Einiges davon tut er bereits, aber nicht so viel, wie wir es gerne hätten. Natürlich fährt er noch in der Formel 2, und er muss dieses Jahr noch die Meisterschaft gewinnen."

Im Titelkampf im direkten Unterbau zur Königsklasse sieht es sechs Rennen vor Schluss hervorragend aus für Piastri. In Dschidda holte er am Freitag seine vierte Formel-2-Pole in Folge. Durch die vier Zähler für P1 im Qualifying hat Piastri nun 40 Punkte Vorsprung auf Zhou. Nach den beiden Sprintrennen am heutigen Samstag bleibt er auf jeden Fall Gesamtführender, selbst wenn Zhou beide Rennen mit der schnellsten Runde gewinnt.

Oscar Piastri gilt als eine der heißesten Aktien in den Nachwuchsserien. Der 20-jährige Australier gewann 2019 den Formel-Renault-Eurocup und wurde daraufhin ins Nachwuchs-Förderprogramm von Renault Sport aufgenommen. 2020 wurde er als Rookie Formel-3-Champion und in diesem Jahr hat er als Neuling die besten Karten für den Titelgewinn in der Formel 2.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images / smg.

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