David Beckmann: 2021 "eine der preisgünstigsten Saisons" in Formel 2

David Beckmann machte sich bei der Formel 2 dafür stark, das aktuelle System beizubehalten - Warum er das so sieht und was für ihn am Schritt zurück positiv ist

David Beckmann: 2021 "eine der preisgünstigsten Saisons" in Formel 2

Die sich immer weiter drehende Preisspirale im Formelsport ist seit vielen Jahren ein großes Problem, wie in diesem Jahr schon die deutsche Nachwuchs-Hoffnung Lirim Zendeli monierte. Mittlerweile braucht es millionenschwere Sponsoren oder Förderer, um in Formel 2, Formel 3 und Co. überhaupt eine Chance auf ein Cockpit zu haben.

Trotzdem handelt es sich im Jahr 2021 um "eine der preisgünstigsten Saisons" in der Formel 2, zumindest laut David Beckmann. Beckmann griff an den ersten fünf Rennwochenenden für das Charouz-Team ins Lenkrad und fährt seit Monza für Campos Racing.

Als Hauptgrund dafür sieht Beckmann gegenüber 'Motorsport.com' das überarbeitete Rennformat der Nachwuchsserie an. In diesem Jahr stehen nur acht statt zwölf Wochenenden auf dem Programm. Dafür bestreitet die Formel 2 bei jedem Event zwei Sprint- und ein Hauptrennen.

David Beckmann sorgt sich vor Kosten bei 14 Events

"Ich fand das eigentlich ganz gut und habe mich auch bei der Formel 2 dazu geäußert, dass ich das gut fand. Diese Pausen sind sicherlich nicht toll, aber im Endeffekt geht es nur um die Kosten. Hier wurde wirklich gespart", meint Beckmann, der aus finanziellen Gründen Charouz verlassen musste.

 

Dass man im kommenden Jahr wieder zum alten System übergeht, sieht Beckmann unter diesen Umständen skeptisch: "Zwei Rennen am Wochenende sind natürlich günstiger als drei, aber die Logistikkosten sind teurer. Vor allem, wenn man im Nahen Osten fährt."

Der XXL-Kalender der Formel 2 für 2022 umfasst im kommenden Jahr sage und schreibe 14 Stationen. Dazu gehören wie in diesem Jahr auch wieder Events in Bahrain, Saudi-Arabien und Abu Dhabi. Da ist es nachvollziehbar, wenn Beckmann mit Blick auf 2022 sagt: "14 Rennen dürften für viele Fahrer schwierig werden, finanziell hinzubekommen."

Der Vorteil des Schritts zurück: Es entstehen keine großen Lücken im Rennkalender, so wie es in diesem Jahr der Fall ist. Die Nachwuchspiloten bleiben somit im Flow und die Dynamik im Meisterschaftskampf wird aufrechterhalten.

Rückkehr der gemeinsamen F2- und F3-Events positiv

Auf eine andere Änderung für das kommende Jahr freut sich Beckmann hingegen wieder: Dann starten nämlich Formel 2 und Formel 3 wieder gemeinsam im Rahmenprogramm der Formel 1. "Das hat mir ein bisschen gefehlt, weil man sich untereinander schon ein bisschen kennt. Es ist ja eine kleine Welt", gibt der deutsche Nachwuchsfahrer zu.

 

Immerhin gehen fast alle involvierten Teams in beiden Serien an den Start. Beckmann sieht in dieser Gemengelage auch gute Aufstiegschancen für seine F3-Kollegen: "Für sie ist es auch toll, sich da umzusehen, was vielleicht nächstes Jahr möglich ist in der Formel 2."

Der Kalender der Formel-3-Saison 2022 umfasst neun Strecken. In Bahrain, Imola, Barcelona, Silverstone, Spielberg, Budapest, Spa, Zandvoort und Monza werden sich beide Nachwuchsserien das Fahrerlager mit der Formel 1 teilen. Doch die Kosten für Reisen und Logistik werden durch die Rückbesinnung auf das alte Format wieder in die Höhe schnellen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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