Alexander Albon: Abu Dhabi war vor dem Umbau besser zum Überholen

Williams-Pilot Alexander Albon, dass die Formel-1-Strecke in Abu Dhabi nach den Anpassungen beim Layout noch überholfeindlicher geworden ist

Alexander Albon: Abu Dhabi war vor dem Umbau besser zum Überholen
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Der Formel-1-Kurs in Abu Dhabi hatte lange den Ruf, eine der schlechtesten Strecken des Jahres zu sein, wenn es ums Überholen geht. Mit Anpassungen beim Layout, die schon vor dem Rennen 2021 vorgenommen wurden, und den neuen 2022er-Autos, die weniger unter der 'Dirty Air" leiden, sollte sich das ändern.

Nach Meinung der großen Mehrheit unter den Formel-1-Fahrern ist das auch gelungen. Zumindest ist es nicht schlechter geworden. Doch einer findet genau das: Alexander Albon.

"Ich glaube, mit dem alten Layout gab es mehr Überholmöglichkeiten", sagt der Williams-Pilot nach dem diesjährigen Abu-Dhabi-Grand-Prix, den er als 13. beendete, und grübelt: "Vielleicht spinne ich ja auch, vielleicht aber auch nicht."

Albon: "Kurve 9 ist ein Problem"

Er glaubt: "Kurve 9 ist zu schnell. Mit unseren Autos bremsen wir beim Einlenken in die Kurve. Das bedeutet, dass man den Gegner nicht ausbremsen kann, es sei denn, man bleibt voll am Gas bis zehn Meter in die Kurve hinein. Ich glaube, Kurve 9 ist ein Problem."

Sie war Teil des Makeovers, den die Strecke 2021 erhalten hatte: Mehrere 90-Grad-Kurven wurden gestrichen und durch eine langgezogene, leicht überhöhte Kurve ersetzt.

Doch Albon ist wenig begeistert. Darüber hinaus konstatiert der Williams-Pilot: "Wir haben auch immer noch mit dem thermischen Effekt der Reifen zu kämpfen. Wir können anderen Autos zwar besser folgen, aber wir haben immer noch mit überhitzenden Reifen zu kämpfen. Das ist einfach ein Dilemma, das wir haben."

Die Reifen überhitzen zu schnell

Besonders in Sektor drei mit den vielen 90-Grad-Kurven verliert man viel Abtrieb, wenn man einem anderen Auto folgt. "Und weil die Reifen dann ein bisschen mehr rutschen, überhitzen sie so schnell, dass es richtig knifflig wird", beschreibt Albon das Problem.

"Wenn man nicht innerhalb von ein oder zwei Runden ein Auto überholen kann, hängt man hinter ihm fest", moniert er. Insgesamt zeigt die Überholstatistik in der Formel 1 aber nach oben. So bestätigte Pirelli, dass es in der ersten Saison mit den neuen Autos 30 Prozent mehr Überholvorgänge gegeben haben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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