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Formel-1-Technik: Die Ferrari-Updates, die vom Bouncing überlagert wurden

Wie das Bouncing beim Spanien-Grand-Prix die jüngsten Updates am Ferrari SF-24 kaschiert hat und wie die Scuderia ihren Rennwagen weiterentwickelt hat

Formel-1-Technik: Bouncing überlagert Ferrari-Updates

Ferrari hat beim Spanien-Grand-Prix 2024 in Barcelona technische Updates für den SF-24 eingeführt. Aber hatten die neuen Teile wirklich den gewünschten Effekt? Denn der erhoffte Fortschritt auf der Rennstrecke blieb aus: Charles Leclerc und Carlos Sainz sahen das Ziel auf den Positionen fünf und sechs, hinter Red Bull, McLaren und Mercedes.

Laut Ferrari hat das Abschneiden in Spanien aber nichts mit etwaigen Update-Schwierigkeiten zu tun, sondern vor allem mit dem Bouncing bei hohen Geschwindigkeiten. Das kostete die Ferrari-Fahrer gerade im schnellen letzten Sektor einiges an Zeit, und es ließ Ferrari schlechter aussehen.

Und damit zur Frage, was genau das Team an seinem SF-24 überhaupt verändert hat. Antwort: die Aerodynamik des Fahrzeugs rund um Seitenkästen und Unterboden. Hier hat Ferrari an das Imola-Update angeknüpft und das dort eingeführte Konzept konsequent weiterentwickelt. Ziel der Maßnahme war, den Luftstrom noch besser um das Auto herum zum Heck zu leiten. (Hier die Update-Übersicht zur Saison 2024 abrufen!)

 

Jock Clear als Performance-Leiter von Ferrari beschreibt die jüngsten Neuerungen als "schrittweise Verbesserungen" und meint, das Auto verfüge damit über "etwas mehr Abtrieb und etwas weniger Luftwiderstand". Es sei Ferrari also gelungen, den SF-24 "ein bisschen effizienter" zu machen.

"Wir haben ja schon häufiger darüber gesprochen, dass wir ein gutmütigeres Auto haben wollen. Und viel von dem, was wir im vergangenen Jahr unternommen haben, zielt schwerpunktmäßig darauf ab", sagt Clear.

Ferraris Spanien-Update im Detail

Deshalb also hat Ferrari den vorderen Bereich der Seitenkästen rund um die Lufteinlässe modifiziert und auch die Taille der Seitenkästen verändert. Sie liegt jetzt etwas höher als bisher. Das ist anhand unserer Vergleichsbilder gut zu erkennen, auch wenn die Aufnahmewinkel leicht voneinander abweichen.

Vergleich der Ferrari-Ausbaustufen in der Formel-1-Saison 2024

Vergleich der Ferrari-Ausbaustufen in der Formel-1-Saison 2024

Foto: Giorgio Piola

Wir sehen: Im Vergleich zur bisherigen Version (unteres Bild) ist die Taille im Seitenkasten jetzt ein gutes Stück höher im Seitenkasten angesetzt (oberes Bild). Die blauen Linien zeichnen die neue Taille auf dem Seitenkasten nach. In dieser neuen Konfiguration besteht also mehr Abstand zwischen den Seitenkästen und dem Unterboden.

Der Unterboden selbst ist in Teilen ebenfalls neu. Auffällig ist zum Beispiel die Form, mit der sich der seitliche Aufprallschutz auf der Außenseite abzeichnet (hellblaue Pfeile). Weitere Änderungen befinden sich hinten an der Außenkante des Unterbodens (hellgrüne Pfeile), wo jetzt weniger Haltestreben angebracht sind als bisher.

Zusätzlich hat Ferrari eine neue Ausbaustufe seines Diffusors verwendet. Hier ging es vor allem um die Form direkt unterhalb des Heckflügels.

Die Cobra-Winglets am Ferrari SF-24 in der Formel-1-Saison 2024

Die Cobra-Winglets am Ferrari SF-24 in der Formel-1-Saison 2024

Foto: Giorgio Piola

Seitlich des Cockpits ist eine neue Variante des "Cobra"-Winglets angebracht worden. Das Teil ist im Vergleich zur Imola-Erstversion (siehe Bild im Bild) etwas größer und schließt nun besser an die Oberkante des Cockpitschutzes Halo an. Das hat Auswirkungen auf den Luftstrom über den Seitenkasten hinweg zum Heck des Fahrzeugs.

Rein streckenspezifisch umfasste das Ferrari-Update in Spanien noch einen neuen Heckflügel mit veränderten Flügelprofilen und großem Ausschnitt oben an den seitlichen Endplatten. Auch diese Neuerungen verstehen sich als Fortführung dessen, was in Imola eingeführt wurde. Es handelt sich hierbei um eine Lösung für Rennstrecken, deren Charakteristik zwischen Imola und Monaco anzusiedeln ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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