Formel E Dschidda 1: DS Penske im Zentrum eines ereignisreichen Tages
Maximilian Günther kämpfte im ersten Dschidda-Rennen lange an der Spitze mit, wurde aber nicht belohnt - WM-Punkte für seinen Teamkollegen Taylor Barnard
DS Penske kämpfte in der ersten Rennhälfte um Spitzenpositionen
Foto: DPPI DPPI
Maximilian Günther und Taylor Barnard gehörten zu den Hauptakteuren am ersten Renntag in Dschidda (Saudi-Arabien). Die beiden DS-Penske-Fahrer starteten aus den vorderen Reihen und lieferten ein Rennen ab, das zwar nicht reich belohnt wurde, dafür aber viele Erkenntnisse brachte.
Der Stadtkurs von Dschidda scheint perfekt zum DS E-TENSE FE25 zu passen, und ebenso zu den Fahrern des französisch-amerikanischen Teams. Günther hatte hier 2025 einen beeindruckenden Triumph gefeiert: Poleposition, Sieg und schnellste Rennrunde.
Barnard stand im ersten der beiden Rennen, die im vergangenen Jahr dort stattfanden, auf dem Podium. Zwei Wochen nach dem vom Wetter beeinträchtigten Event in Miami zeigte sich der Himmel über Saudi-Arabien deutlich gnädiger.
Es war heißes Wetter vorhergesagt, doch eine angenehme Brise sorgte für etwas Abkühlung. Unter diesen Bedingungen waren die Trainings am späten Donnerstagnachmittag in erster Linie eine Beobachtungs- und Warnphase.
Mit der schnellsten Zeit setzte Günther sofort ein Ausrufezeichen, die Konkurrenz war gewarnt. Dschidda markierte außerdem das erste Double-Header-Wochenende der Saison, und damit die Rückkehr des Pit Boost.
Dabei handelt es sich um einen obligatorischen Schnellstopp während des ersten Rennens, kombiniert mit einem einzigartigen sechsminütigen Attack Mode. Diese neue Kombination stellte die gewohnte Strategieplanung gründlich auf den Kopf.
"Das ist ein bisschen so, als würde man wieder bei null anfangen", meinte Günther vor dem Wochenende. Spürte der Vorjahressieger dadurch zusätzlichen Druck? "Eigentlich nicht. Wir denken nicht an vergangene Rennen."
"Die Autos haben sich weiterentwickelt, alles wird im Simulator vorbereitet - man muss die Dinge einfach so nehmen, wie sie kommen." Der Deutsche zeigte sich zuversichtlich und war am Freitag auch einer der Protagonisten.
Qualifying bei Tag, Rennen bei Nacht
Am Freitag stieg die Temperatur noch einmal deutlich an. Unter der kaum noch gefilterten Sonne zeigte das Thermometer 29 Grad Celsius Luft- und fast 40 Grad Celsius Asphalttemperatur, als die DS-Penske-Fahrzeuge zum zweiten Training auf die Strecke gingen.
Beide Fahrer platzierten sich in den Top 10 und arbeiteten an den Feinabstimmungen. Ein Dreher eines Nissan sorgte für rote Flaggen - eine willkommene Gelegenheit, die Set-ups weiter zu optimieren.
Am Nachmittag trafen Günther und Barnard dann in derselben Qualifying-Gruppe aufeinander, was den Einzug in die Duellphase erschwerte. Doch beide meisterten die Situation souverän und fuhren die dritt- und viertschnellste Zeit ihrer Gruppe.

Taylor Barnard setzte sich in der zweiten Rennhälfte in den Top 10 fest
Foto: DPPI
Mit viel Selbstvertrauen zeigte sich Günther in den Duellen besonders stark: Zunächst setzte er sich gegen Antonio Felix da Costa (Jaguar) durch, ehe er im Halbfinale auf Pascal Wehrlein (Porsche) traf.
Kompromisslos erkämpfte sich der DS-Penske-Pilot den Einzug ins Finale und damit Startplatz zwei. Barnard qualifizierte sich als Fünfter - mit einer versetzten Strategie im Hinterkopf.
Um 20:00 Uhr Ortszeit, unter Flutlicht, fiel der Startschuss zu einem Rennen in deutlich angenehmerer Abendluft. Günther erwischte einen perfekten Start und übernahm in der ersten Kurve die Führung, während Barnard um die provisorische Podiumsplatzierung kämpfte.

Maximilian Günther nutzte den Attack Mode schon vor dem Boxenstopp
Foto: DPPI
Das Feld rückte nach einer Safety-Car-Phase zusammen, bevor die Energie-Strategien entscheidend wurden. Günther aktivierte in Runde 16 als Erster seinen Attack Mode, nutzte sechs Minuten Zusatzleistung und fuhr anschließend zum Pit Boost an die Box, wo er 3,85 kWh Energie nachlud.
Barnard, auf einer alternativen Strategie, stoppte früher, während sein Teamkollege an der Spitze kämpfte. Günther baute zwischenzeitlich einen kleinen Vorsprung auf, bevor er ebenfalls seinen Boxenstopp absolvierte.
Barnard aktivierte seinen Attack Mode und hielt sich damit dauerhaft in den Top 10. Nachdem alle Strategien ausgespielt waren, blieb die Reihenfolge unverändert: Barnard brachte einen soliden zehnten Platz ins Ziel und sammelte einen Punkt, während Maximilian Günther als Zwölfter ins Ziel kam - ein Ergebnis unter den ursprünglichen Erwartungen, aber mit wertvollen Erkenntnissen.
Das zweite Rennen des Wochenendes findet am Samstag, dem 14. Februar, erneut in Dschidda statt - Start ist erneut um 20:00 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr in Deutschland).
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
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