Carlos Sainz trauert Qualifying-Form hinterher

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Carlos Sainz trauert Qualifying-Form hinterher
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
Co-Autor: Jonathan Noble
04.12.2018, 14:36

Der künftige McLaren-Fahrer Carlos Sainz sucht nach einer Erklärung, weshalb er bei Renault vor allem im Qualifying hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist

Carlos Sainz zieht ein gemischtes Fazit zu seiner Formel-1-Saison 2018 bei Renault. Auch, weil er das Teamduell gegen Nico Hülkenberg verloren hat. Besonders aber, weil es ihm nicht gelungen ist, den R.S. 18 über eine schnelle Runde zu Höchstleistungen zu treiben. Seine Qualifying-Form wurmt Sainz bis heute – und gibt dem künftigen McLaren-Piloten zudem Rätsel auf.

Er habe über alle 21 Rennwochenenden hinweg Probleme damit gehabt, das Limit des Fahrzeugs zu finden, sagt Sainz. "Das Auto verhielt sich dann einfach nicht mehr stabil. Und das verwirrt mich noch immer. Denn eine Lösung haben wir während der kompletten Saison nicht gefunden."

Dabei habe es nicht an Versuchen gemangelt, erklärt der Spanier: "Das ganze Jahr haben war ein Katz-und-Maus-Spiel, die richtige Balance zu finden. Wir haben wirklich viel mit dem Set-up gearbeitet. Doch unterm Strich musste ich zu viele Kompromisse eingehen, um die richtige Stabilität zu erhalten. So kam ich nie auf 100 Prozent. Es gelang mir einfach nicht, die letzten zwei Zehntelsekunden aus dem Auto herauszuholen."

Carlos Sainz in der Formel 1 2018

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In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Renault-Fahrer Nico Hülkenberg wurde im Qualifying bei 13 Rennen vor seinem Teamkollegen gewertet, wenngleich Sainz im Zeittraining häufig dichter an die Spitze herankam. "Manchmal", so sagt Sainz, "hatte ich ein gutes Zeittraining und die Konstanz war ebenfalls ausgezeichnet. Doch das letzte Zehntel, das ich zum Beispiel aus dem Toro Rosso herausquetschen konnte, das fand ich [mit dem Renault] einfach nicht."

Im Schnitt erzielte Sainz 2018 immer den zehnten Startplatz (10,238 ) und blieb damit knapp vor Hülkenberg (11,191). Im Rennen aber bewies Hülkenberg wahre Stärke und machte im Saisonverlauf vom Start bis ins Ziel insgesamt 25 Positionen gut, Sainz nur elf. Und: Hülkenberg verbesserte sich durchschnittlich um 1,7 Plätze pro Rennen und holte im Vergleich zu Sainz pro Zielankunft auch das bessere Ergebnis (8,0:9,4). Insgesamt sieben Ausfälle ergaben für Hülkenberg mehr Frust als Freud, aber trotzdem P7 in der Gesamtwertung, während Sainz am Ende P10 erzielte.

Manches also war positiv, manches weniger erbaulich. Sainz spricht daher von "Höhen und Tiefen" in seinem Formel-1-Jahr 2018. Und davon, bei seiner persönlichen Bilanz "zwiegespalten" zu sein. Was bleibe, sei der Eindruck, das Renault-Paket nicht maximiert zu haben. "Bei Toro Rosso und in der Renault-World-Series war ich ein herausragender Qualifier. Dass ich [mit dem Renault] das Mojo des Autos nicht gefunden habe, ist enttäuschend."

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