Formel 1

Wegen Lewis Hamilton: Ross Brawn warnte Jenson Button

Jenson Button spricht über seinen riskanten Wechsel zu McLaren - Ross Brawn warnte den Weltmeister vor Lewis Hamilton - Ein Sieg gegen ihn war wie ein Titel

André Wiegold Lydia Mee

Bearbeitet: 15.02.2026, 20:40

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"Du begehst einen Fehler": Brawn warnte Button vor Wechsel

Lewis Hamilton und Jenson Button: Davor warnte Ross Brawn

Foto: JOHANNES JOHANNES

Es war einer der mutigsten Wechsel der jüngeren Formel-1-Geschichte: Jenson Button verließ nach seinem WM-Titel 2009 das Erfolgs-Team Brawn GP, um sich bei McLaren in die "Löwenhöhle" zu begeben - als Teamkollege von Lewis Hamilton. Heute blickt der Brite auf diese Zeit zurück und verrät, dass sein damaliger Chef Ross Brawn ihn ausdrücklich vor diesem Schritt gewarnt hatte.

Für Button war der Wechsel nach Woking keine Entscheidung gegen Brawn, sondern eine Entscheidung für den ultimativen Vergleich. "Als ich Brawn 2009 als Weltmeister verließ, dachte ich mir: Ich brauche eine neue Herausforderung", erklärt Button gegenüber Sky Sports F1. Diese Herausforderung trug einen Namen: Lewis Hamilton.

Doch nicht jeder teilte seinen Enthusiasmus. Ross Brawn, der Architekt seines WM-Titels, sah das Vorhaben skeptisch. "Ross sagte sogar zu mir: 'Du begehst einen Fehler'", erinnert sich der heute 46-Jährige. Doch genau dieser Widerstand schien Buttons Entschluss nur noch zu festigen: "Ab diesem Moment war ich mit vollem Einsatz dabei."

Ein Sieg gegen Lewis ist wie ein WM-Titel

Drei Jahre lang duellierten sich die beiden britischen Champions bei McLaren - von 2010 bis 2012. Für Button war die Zeit an der Seite von Hamilton eine prägende Erfahrung, die er nicht missen möchte. Er gibt offen zu, wie hoch die Messlatte lag.

"Ein Rennen zu gewinnen und Lewis Hamilton im gleichen Auto zu schlagen, fühlte sich fast so an, als würde man eine Weltmeisterschaft gewinnen", sagt er.

Zwar gelang ihm das nach eigener Aussage "nicht oft genug", doch die Momente, in denen er die Oberhand behielt, bleiben für ihn "sehr speziell". Der Respekt vor Hamilton ist dabei über die Jahre gewachsen - ähnlich wie bei seinem späteren Teamkollegen Fernando Alonso. Button betont, dass es vor allem die Arbeit hinter den Kulissen war, die ihn bei beiden Ausnahmekönnern tief beeindruckt hat.

Das Ende einer langen Reise

Nachdem Button Ende 2025 seine Helm endgültig an den Nagel gehängt hat - zuletzt war er noch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) aktiv - blickt er auf eine Karriere zurück, die weit über den Tellerrand der Formel 1 hinausging.

"Ich habe die Formel 1 2016 verlassen. Ich war 36 und dachte mir: 'Weißt du was, ich sehe mich selbst als Rennfahrer, nicht nur als Formel-1-Fahrer'", so Button. Es folgten Abenteuer in Japan (Super GT), bei den 24 Stunden von Le Mans, im Dreck der Baja 1000 und sogar in der NASCAR.

Nun ist das Kapitel Profisport abgeschlossen: "Es war an der Zeit, die Rennstiefel an den Nagel zu hängen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen - und jetzt habe ich auch wieder mehr Zeit für die Formel 1." In beratender Funktion oder als Experte bleibt der "Gentleman" dem Fahrerlager also erhalten.

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